Zigaretten
Die Zigaretten stammen ursprünglich von Indianern, die in mittelamerikanischen Gebieten lebten. In diesen klimatisch günstigen Zonen gedeiht der Tabak hervorragend und schon bald erkannten die Bewohner, dass Tabak wohltuende Effekte auslösen kann. Bereits seit dem 16. Jahrhundert war Tabak als Grundlage für Zigaretten in Europa bekannt. Die eigentliche Form der Zigaretten entwickelte sich durch die Indianer. Sie wickelten Maispapier um den Tabak und formten somit eine Rolle. Die manuelle Herstellung der Zigaretten begann ab dem Jahre 1850. Vor dieser Zeit verwendete man in Europa den Tabak in Form der althergebrachten Schnupftabakvariante, indem man die Substanz in die Nase einsog. Die ersten industriell gefertigten Zigaretten wurden 1854 angeboten. Sowohl bei der industriellen als auch bei der manuellen Gewinnung von Zigaretten werden verschiedene Arbeitsprozesse durchgeführt. Dies sind die Herstellung und Zubereitung des Tabaks und das eigentliche Zigarettendrehen. Für Filterzigaretten werden spezielle Filter produziert.
Inhaltsstoffe von Zigaretten
Als Hauptbestandteil der Zigaretten sorgt der auf pflanzlicher Basis gewonnene Tabak für das Raucherlebnis. Im Tabakrauch sind unterschiedliche Substanzen enthalten, die bei langem und intensivem Rauchen gesundheitsschädlich sind und eine suchterzeugende Wirkung besitzen. Ein wichtiger Inhaltsstoff des Tabaks ist das Nikotin. In Bezug auf diese Substanz weichen die einzelnen Zigarettenmarken vorwiegend in der Nikotinkonzentration voneinander ab. In Abhängigkeit vom Nikotingehalt der verschiedenen Zigaretten erfolgt das Rauchen, das Inhalieren des Rauches, in abweichender Intensität. Neben Nikotin sind Zusatzstoffe wie Ammoniak und Harnstoff dafür zuständig, dass über die Lungenalveolen eine höhere Nikotinzufuhr erfolgen kann. Dies kommt daher, weil Ammoniak und Harnstoff auf den pH Wert des Inhalates einwirken.
Moderne Zigaretten besitzen weitere Inhaltsstoffe, zu denen künstliche aromatische Substanzen gehören. Diese bilden beim Verbrennen ein spezielles Aroma. Sie tragen dazu bei, dass Zigaretten besser schmecken und erhöhen somit die Gefahr des steigenden Gebrauchs. Darüber hinaus enthalten Zigaretten eine unterschiedliche Konzentration an Zucker, Glykolverbindungen, Lakritze, Schellack und kakaohaltigen Beigaben. In Bezug auf die Kakaosubstanzen soll darauf hingewiesen werden, dass sie bei der Aufnahme über die Lungen enorm krebserregend und aggressiv sind.
Der Tabak wird in der Zigarette verbrannt, sodass die enthaltenen Stoffe freigesetzt werden. In einer relativ hohen Dosierung wird dabei Kohlenstoffdioxid aufgenommen. Außerdem inhaliert der Raucher bei einer Zigarette Kohlenmonoxid, sogenannte Stickstoffoxide, Benzolverbindungen, Blausäure und Formaldehyd. Viele dieser Substanzen sind hoch giftig und gesundheitsschädigend. Ein Raucher würde diese sicher niemals oral aufnehmen. Neben diesen Stoffen treten – entgegen der weit verbreiteten Meinung – auch radioaktive Stoffe wie Polonium 210 und Plutonium auf. Dies beruht auf den Eigenschaften der Tabakpflanze (nimmt radioaktive Nuklide leicht auf) sowie der Anbauregionen (radioaktives Material wird hier im Tagebau abgebaut und ist daher auch in der “Luft”, die die Tabakpflanze aufnimmt).
Grundsätzlich bestehen alle Zigaretten aus einem Filter und dem tabakhaltigen Körper, wenn es sich nicht um filterfreie Produkte handelt. Die Aufgabe des Filters soll es sein, gesundheitsschädigende Inhalate heraus zu filtern und einen unangenehmen Geschmack beim Rauchen zu unterbinden.
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