Leberzirrhose

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Nach allgemeiner Ansicht wird eine Leberzirrhose in mindestens 60 Prozent der Fälle durch Alkoholmissbrauch verursacht. Die restlichen 40 Prozent schreibt man Erkrankungen wie Hepatitis zu. Zunächst sieht es also so aus, als habe das Rauchen keine Auswirkungen. Das ist so aber nicht richtig. Rauchen kann zumindest die Zirrhose verschlimmern und die Therapie blockieren. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Tatsache, dass Rauchen Einfluss auf die Biotinversorgung nimmt. Der Biotinstatus ist bei einer Leberzirrhose gemindert. Nikotinabusus erhöht den Verbrauch an Biotin noch.

Entstehung der Leberzirrhose

Als Ursachen einer Leberzirrhose hat man übermäßigen Konsum von Alkohol, durch Viren ausgelöste Leber-Entzündungen wie Hepatitis B, C oder D und in seltenen Fällen eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankungen ausgemacht. Zu diesen gehören beispielsweise die Hämochromatose oder Eisenspeicherkrankheit, die Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson und die Mukoviszidose. Die Leberzirrhose kann auch durch Medikamentenmissbrauch und Chemikalien begünstigt werden. Nicht immer bemerkt man die Symptome einer Zyrrhose. Leistungsschwäche, Konzentrationsprobleme oder Erschöpfung führt man nur selten auf die Leber zurück. Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch und typische Anzeichen wie punktförmige, rote Gefäßknötchen, knallrote Lippen und Zunge oder auffällig rote Ballen am Daumen und kleinen Finger sind eindeutige Kennzeichen einer Zirrhose. Diagnostiziert wird sie durch klinische Untersuchungen, Labortests und Ultraschalluntersuchungen. Zur Anamnese sind auch Informationen zum Beruf, zu den Lebensgewohnheiten und der Medikamenteneinnahme hilfreich. Den Schweregrad einer Leberzirrhose bemisst man nach dem Child-Pugh-Score.

Welche Verbesserung schafft ein Rauchentzug?

Die Leber ist unser größtes Entgiftungsorgan und das wichtigste Organ für den gesamten Stoffwechsel. Sie ist darüber hinaus verantwortlich für zahlreiche Prozesse, die für uns lebenswichtig sind. Neben der Spaltung und Aufbereitung von Enzymen sind dies die Speicherung, Umwandlung und Freigabe von Zuckern und Fetten. Die Leber scheidet Toxine aus oder ist an der Bildung der meisten Bluteiweiße beteiligt. Sie sorgt außerdem für ausreichend Gallenflüssigkeit und ist an der Hormonbildung und der Verteilung der Vitamine beteiligt. Raucht man nun, verringert man die Blutzufuhr in diesem wichtigen Organ, denn Nikotin ist ein Gefäßgift. Man belastet den Körper zudem mit zahlreichen weiteren Toxine, die die Leber zusätzlich entgiften muss. Häufig sind Alkoholabusus und Nikotinmissbrauch gekoppelt. Insofern kann Nikotin auch die Entstehung einer Zirrhose begünstigen oder beschleunigen. Denn: Nikotin sorgt dafür, dass die Wirkung des Alkohols verstärkt wird. Alkohol ist ein Zellgift, dessen Abbau und Umwandlung ausschließlich in der Leber geschieht. Zugleich sorgt Alkohol für das Absterben von Leberzellen. Wer mit dem Rauchen aufhört und auch den Alkoholkonsum drastisch einschränkt, sorgt für eine zunehmende Gesundung der Leber.

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