Die koronare Herzkrankheit, die im allgemeinen Sprachgebrauch eher als Angina pectoris und unter der Abkürzung KHK bekannt ist, wird in ihrer Entstehung begünstigt, wenn Menschen stark und über lange Zeit rauchen. In diesem Bezug gibt es noch andere Auslöser, die zu einer Angina pectoris führen. Das Rauchen steht jedoch an vorderster Stelle und kann durch die koronare Herzkrankheit für viele extrem rauchende Menschen tödlich enden.
Aus medizinischer Sicht ist die koronare Herzerkrankung eine sogenannte koronare Insuffizienz, der Leistungsverlust des Herzens. Sie betrifft die Herzkranzgefäße, deren Hauptaufgabe es ist, den gesamten Herzmuskel mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Aus diesem Grund befinden sich die Koronargefäße rund um den Herzmuskel verteilt und umschließen diesen. Um eine gesunde Versorgung zu gewährleisten, ist es notwendig, dass die Gefäße eine höchstmögliche Durchlässigkeit aufweisen. Treten Ablagerungen in den blutführenden Gefäßen auf oder verengen sich diese durch den Einfluss von Nikotin und anderen schädigenden Substanzen, dann sind die Durchblutung des Herzmuskels und dessen Versorgung nicht mehr gewährleistet.
Die Angina pectoris ist eigentlich nur ein Symptom der koronaren Herzkrankheit. Es treten bei den betroffenen starke Schmerzen im Bereich des Herzens auf. Atemnot und ein beengendes Gefühl in der Brust sind lebensbedrohliche Anzeichen dieser Erkrankung.
Auswirkungen des Rauchens auf die Herzkranzgefäße
Die negativen Wirkungen des Nikotins erfolgen in mehrfacher Hinsicht. Es ist eindeutig erwiesen, dass starkes Rauchen und eine damit verbundene intensive Aufnahme von Nikotin Nervenlähmungen hervorrufen können, was zu einer Verminderung der Weiterleitung von Reizen führt. Das Herz des Menschen ist in Bezug auf den Herzschlag auf die Tätigkeit des Herzmuskels, angeregt durch Reize angewiesen. Werden diese nicht mehr optimal geleitet, dann kommt es zu Funktionsstörungen.
Nikotin ist bekannt für die Beeinträchtigung der Blutgefäße, denn unter Nikotineinfluss ziehen sie sich zusammen. Dies zeigt sich bei der ersten Zigarette darin, dass Übelkeit und ein Schwindelgefühl entstehen können. Die Ursache dafür ist eine vorübergehende Minderdurchblutung aller Gefäße, die des Gehirns und die des Herzens. Nikotin trägt in ganz wesentlichem Maße dazu bei, dass Blutgefäße einer vorzeitigen Verkalkung unterliegen. Darüber hinaus können sich unter stetiger Nikotinzufuhr die Schleimhäute der Atemwege nicht mehr selbst reinigen, weil die anatomisch und physiologisch wichtigen Flimmerhärchen verklebt sind. Die Atemwege verengen sich ebenfalls. Von einer Minderdurchblutung sind die Herzkranzgefäße ganz besonders zeitig betroffen. Diese verkalken schneller, eine Mangeldurchblutung des Herzmuskels ist die Folge. Dieser kann sich in diesem Zustand schmerzhaft zusammenziehen, um die erforderliche Pumpleistung für den Körper zu gewährleisten. Dazu kommt eine Entzündung des Herzmuskels, die sich in einer Angina pectoris äußert. Dieses deutliche und lebensbedrohliche Signal des Herzens sollte unbedingt zum Anlass genommen werden, um das Rauchen einzustellen.
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