Kehlkopfkrebs

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Der Kehlkopfkrebs gehört zu den eher seltenen Tumorerkrankungen, welche die Hals-, Nasen- und Ohrenregion betreffen. In der medizinischen Fachsprache wird der Kehlkopfkrebs als Larynxkarzinom bezeichnet und betrifft zunehmend mehr rauchende Frauen. Kehlkopfkrebs wird durch das Rauchen begünstigt, denn Nikotin führt zur Degeneration gesunder Schleimhautzellen im Kehlkopf und erzeugt ein entartetes Wachstum. Dies zeigt sich darin, dass die betroffenen Zellregionen ungezügelt wachsen. Es bildet sich eine bösartige Geschwulst am Kehlkopf. In der Diagnostik des Kehlkopfkrebses unterscheidet der Mediziner in Abhängigkeit von der Lage der Geschwulst am Kehlkopf zwei verschiedene Arten.

Rauchen und Kehlkopftumore

Am häufigsten tritt der Kehlkopfkrebs bei Menschen auf, die sowohl stark rauchen als auch einen hohen Alkoholkonsum betreiben. Alkoholmissbrauch verstärkt die gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Nikotins, sodass der Kehlkopfkrebs als sogenanntes Plattenepithelkarzinom in etwa 90 Prozent aller Fälle bei Rauchern hervorgerufen wird. Im Gegensatz dazu kann diese schwere Erkrankung durch alleinigen und intensiven, andauernden Nikotingenuss entstehen.

Beim Rauchen kommt es zu Veränderungen der genetischen Informationen der gesunden Zellen. Diese bilden sich stetig wieder neu, enthalten jedoch nicht mehr die normale Erbinformation und weichen in ihrer Gestalt und ihrem Wachstum vom Normalfall ab. Außerdem führt der regelmäßige Genuss von Nikotin und Tabak allgemein dazu, dass das Immunsystem geschwächt wird und nicht mehr in ausreichendem Maße körperunspezifische, mutierte Zellen erkennen und beseitigen kann.

Sichere Quellen zeigen, dass eine gerauchte Schachtel Zigaretten täglich ein 5- bis 35fach höheres Risiko bedeutet, an Kehlkopfkrebs zu erkranken, als dies bei Nichtrauchern der Fall ist. Eine andere Aussage geht dahin, dass nicht nur die Anzahl der Zigarettenschachteln, sondern auch die Dauer der Raucheinatmung darüber entscheidet, ob eine Wahrscheinlichkeit für Kehlkopfkrebs besteht. Je länger Menschen Tabakrauch inhalieren, desto risikobelasteter sind sie.

Viele junge Raucher erkranken schon frühzeitig am Kehlkopfkrebs. Die ersten Anzeichen für eine Tumorentstehung sind Abnormitäten an den Stimmbändern. Diese treten zutage, indem sich die Raucher und Raucherinnen häufig räuspern müssen, stimmliche Änderungen wahrnehmen, heiser sind oder ständig schlucken. Typische Anzeichen für einen beginnenden Kehlkopfkrebs ist sogenannter Reizhusten, der zwar trocken ist, jedoch in den meisten Fällen mit zähem, blutigem Sputum verbunden ist. Im fortgeschrittenen unbehandelten Verlauf werden Beschwerden beim Schlucken, andauernde Halsschmerzen und Knotenbildungen im Halsbereich wahrgenommen. Meist vergrößern sich in diesem Zusammenhang die in der Nähe befindlichen Lymphknoten.

Patienten, bei denen der Kehlkopfkrebs bereits erfolgreich behandelt wurde und die weiterhin rauchen, setzen sich einem massiv erhöhten Risiko aus, dass sich erneut Tumore bilden. Obwohl die Heilungschancen bei der rechtzeitigen Behandlung des Kehlkopfkrebses recht gut sind, kommen viele Raucher zu spät zum Arzt und müssen für den Rest ihres Lebens mit einem Tracheostoma und einer künstlichen Sprechhilfe versorgt werden.

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