Herzinfarkt

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Wissenschaftlich unterlegte medizinische Studien, welche die Basis für aussagefähige Statistiken sind, geben Auskunft darüber, dass der Herzinfarkt eine Erkrankung ist, die Raucher in einem hohen Maß betrifft. Medizinische Langzeituntersuchungen sollten die Motivation eines Rauchers erhöhen, denn sie zeigen, dass beim Verzicht auf das Rauchen das Risiko eines Herzinfarktes extrem minimiert werden kann. Die Ursache liegt darin begründet, dass das Herz-Kreislauf- System durch das Nichtrauchen derart gut entlastet wird, dass dies einen bedeutenderen Effekt hat, als wenn andere Auslöser für einen Herzinfarkt beseitigt werden. Treten diese Auslöser wie ein zu hoher Blutdruck und stark angestiegene Cholesterinwerte im Blut wiederum in Kombination mit dem Rauchen auf, dann können die Folgen tödlich sein.

Der Herzinfarkt

Grundsätzlich handelt es sich aus medizinischer Sicht bei einem Herzinfarkt exakt gesagt um einen Myokardinfarkt. Ein Myokardinfarkt ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass das Herz erkrankt ist, weil einzelne Gebiete des Herzmuskels abgestorben sind. Die Ursache dafür ist eine sogenannte Ischämie oder Durchblutungsstörung, die sich über durchschnittlich 20 Minuten hinzieht. Von dieser mangelnden oder sogar fehlenden Durchblutung sind die Koronargefäße oder Herzkranzgefäße betroffen. weil sie verengt oder verschlossen sind. Wenn es zu einem kompletten Verschluss der Koronargefäße kommt, dann treten die typischen Symptome des Herzinfarktes auf.

Rauchen und Herzinfarktrisiko

Verschiedene im Tabakrauch enthaltene Substanzen, vorwiegend das alkaloidhaltige Nikotin, bewirken eine durch spezielle Reize erzeugte Verengung der Blutgefäße. Diese betrifft nicht nur die Arterien und Venen des Körpers, sondern vorwiegend die zarten Verästelungen, die sich um das Herz herum befinden. Durch die anhaltende Verkleinerung des Gefäßquerschnittes kommt es zu einer Erhöhung des Blutdruckes. Dieser hängt wieder eng mit der Tätigkeit des Herzmuskels zusammen. Wenn die um das Herz herum angelegten Koronargefäße ebenfalls nur eine verminderte Blutmenge zum Herzmuskel bringen können, dann entsteht eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Nährstoffen. Giftige Stoffwechselendprodukte aus den Zellen der Herzmuskelfasern können nicht mehr abtransportiert werden. Außerdem tragen Kohlenmonoxid und Kohlendioxid dazu bei, dass weniger Sauerstoff durch die Lungen absorbiert werden kann. Der Herzmuskel wird demnach auch weniger mit funktionswichtigem Sauerstoff versorgt. Diese Vorgänge führen insgesamt und auf Dauer dazu, dass Gewebsregionen des Herzmuskels zum Teil absterben, was zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit des Herzens führt.

Viele aktive Raucher sind auch aktive Sportler und sind sich sicher, dass bei ausreichender Bewegung eine bessere Durchblutung aller Gefäße, auch der Koronargefäße erfolgt und kein Risiko für einen Herzinfarkt besteht. Dies ist ein Trugschluss, denn bei körperlicher Belastung kann es zu einer Überforderung des Herzens kommen, welche es durch die Gefäßverengung auf Grund von Nikotin nicht mehr leisten kann. Deshalb ist es sinnvoll, das Rauchen einzustellen, denn die körperliche Leistungsfähigkeit reduziert sich gleichsam mit der Kapazität und der Blutversorgung des Herzmuskels.

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