Blasenkrebs

Blasenkrebs bezeichnet bösartige Tumore, die von der Harnblase ausgehen und vor allem durch chronische Entzündungen, durch Aufnahme chemischer Substanzen, Süßungsmittel und durch die körpereigene Abwehr unterdrückende Medikamente verursacht werden. Ein erstes, sehr ernstzunehmendes Anzeichen ist Blut im Urin, vor allem, wenn es bei der Ausscheidung nicht schmerzt. Dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, der die Blase genau untersucht. Chronische Blasenentzündungen sowie Schmerzen oder Probleme beim Wasserlassen können ebenfalls auf Blasenkrebs hindeuten.

Vor allem das Rauchen hat sich als großer Risikofaktor für Blasenkrebs erwiesen. Je nach Konsumverhalten und Dauer kann sich das Risiko um bis zu das Sechsfache erhöhen. Männer sind gut doppelt so häufig betroffen wie Frauen, für etwa die Hälfte aller Fälle von Blasenkrebs bei Männern ist das Rauchen die Ursache, bei Frauen ist es etwa ein Drittel aller Fälle. Auch das Passivrauchen ist schädlich und kann die gleichen Konsequenzen haben wie das aktive Rauchen, da ebenfalls Nikotin eingeatmet wird.

Ursache: Die Blase speichert die Schadstoffe

Die Schadstoffe, die durch das Rauchen aufgenommen werden, wandern durch den Kreislauf in die Blase, wo sie mit dem Urin wieder ausgeschieden werden. Zuvor verbleiben sie allerdings eine ganze Zeit in der Blase und können dort allerhand Schäden anrichten. Besonders biogene Amine (Giftstoffe des Tabaks) und aromatische Amine begünstigen die Bildung von Blasentumoren.

In der Regel bildet sich der Tumor an der inneren Schleimhaut der Blase, wobei es zwei zu unterscheidende Arten von Blasenkrebs gibt. Die Mehrheit der Blasentumore ist oberflächlich, ist nur auf die Schleimhaut beschränkt und dringt nicht in die Muskelwand ein. Die seltenere Variante ist zugleich die aggressivere. Der Tumor, der sich in der Schleimhaut gebildet hat, wächst in die Muskelzellen ein und die Gefahr von Metastasen in den umliegenden Organen ist sehr groß.

Blasenspiegelung

Wie bereits erwähnt, sollte bei ersten Anzeichen (schmerzloses Wasserlassen mit Blut im Urin, schmerzhaftes und/oder häufiges Wasserlassen) schnell ein Arzt aufgesucht werden. Dieser untersucht zunächst den Urin und kann daraufhin eine Diagnose treffen. In harmlosen Fällen deuten die Symptome auf eine Blasenentzündung hin. Ist dies nicht der Fall, wird eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) durchgeführt. Hierbei kann der Urologe Tumore erkennen, Gewebeproben nehmen und kleinere Tumore sofort entfernen. Größere Tumore müssen in einer Operation entfernt werden; in sehr schlimmen Fällen muss sogar die Blase entfernt werden.

Die effektivste Vorbeugung ist das Aufhören mit dem Rauchen. Auch ein regelmäßiger Gang zum Arzt zu Vorsorgeuntersuchungen kann die Heilungschancen erhöhen, denn frühzeitig erkannter Blasenkrebs ist in der Regel gut heilbar. Sehr wichtig ist dabei auch die Einhaltung aller Nachsorgetermine.

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