Raucherkrankheiten

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Rauchen verursacht und begünstigt zahlreiche ernste, lebensbedrohliche Krankheiten. Je eher man den Zigarettenkonsum einstellt, desto geringer sind die Risiken, von diesen Krankheiten befallen zu werden. Im Rahmen unseres “Themen-Specials Raucherkrankheiten” haben wir die häufigsten Raucherkrankheiten für Sie zusammen gefasst. Neben den Ursachen, werden auch die Symptome der Krankheiten sowie die Therapiemöglichkeiten ausführlich erklärt.

Allgemeine Informationen zu Raucherkrankheiten:

  1. Krebs durch Rauchen: Raucher verfügen über ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Alle Organe, die mit dem Zigarettenrauch in Berührung kommen, sind stark gefährdet. Dazu gehören: Nase, Mundhöhle, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre und in besonderem Maße die Lunge. Allerdings wird der gesamte Körper durch die Aufnahme giftiger Substanzen belastet. Deshalb besitzen Raucher ein zusätzliches Risiko an Nieren-, Bauchspeicheldrüsen-, Blasen-, Darm- oder Gebärmutterkrebs zu erkranken.
  2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen,Herzinfarkt und Schlaganfall: Rauchen bewirkt, dass sich Blutgefäße verengen. Es kommt zur Gefäßverkalkung. Als Folge entstehen gefährliche Gefäßverschlüsse. Diese führen zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder, wenn die Arterien der Gliedmaßen betroffen sind, zum Raucherbein. Hierbei kommt es zu Durchblutungsstörungen, die starke Schmerzen verursachen. Die Betroffenen bekommen erhebliche Probleme beim Gehen und müssen daher häufig stehen bleiben. Man spricht daher vielfach von der Schaufensterkrankheit. Im fortgeschrittenen Stadium droht die Beinamputation.
  3. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Die Krankheit wird auch als Raucherlunge bezeichnet. Bei dieser schon lang anhaltenden (chronischen) Erkrankung kommt es neben vermehrtem Husten und Auswurf auch häufig zu Atemnot. Der Begriff Lungenerkrankung kann sowohl eine Erkrankung der Bronchien als auch des Lungengewebes bedeuten. Die Folge ist entweder eine chronische Bronchitis oder, im weiteren Verlauf der Erkrankung, ein Lungenemphysem (Lungenblähung). Dabei bläht sich das Lungengewebe auf, Lungenbläschen platzen. Die Aufnahmefähigkeit der Lungenoberfläche nimmt ab. Das Atmen wird deutlich erschwert, es droht Erstickungsgefahr. Im Spätstadium muss eine künstliche Beatmung erfolgen.
  4. Asthma: Des Weiteren sind Raucher asthmagefährdet. Asthma ist eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung. Das Lungen- und Bronchialsystem reagiert empfindlich auf äußere Reize, z. B. Zigarettenrauch. Die Bronchien verengen sich, Schleimhäute schwellen an. Es bildet sich dickflüssiger Schleim, der nur schwer abgehustet werden kann. Es kommt zu Atemnot.
  5. Allgemeiner Gesundheitszustand: Der Gesundheitszustand eines Rauchers ist allgemein verschlechtert. Durch die stetige Aufnahme giftiger Substanzen ist die Immunabwehr geschwächt. Es müssen vermehrt Vitamine zugeführt werden. So auch Kalzium. Dieser Mineralstoff verleiht den Knochen Stabilität und Festigkeit. Infolge des Nikotins wird die Kalziumeinlagerung beeinträchtigt. Eine Folge davon ist Osteoporose. Raucher belasten ihren Körper täglich mit giftigen Stoffen. Aus diesem Grund werden zahlreiche weitere Erkrankungen gefördert bzw. verschlechtert.

Raucherkrankheiten im Detail