Das Rauchen ist eine Handlung, die nicht nur beim Genuss von Zigaretten und Zigarillos erfolgt. Geraucht werden können ebenfalls Wasserpfeifen. Im Zusammenhang mit dem Rauchen bedarf es nicht immer einem entsprechend tabakhaltigen Utensil, sondern geraucht werden kann auch passiv, indem ungewollt der Tabakrauch von Nichtrauchern eingeatmet wird.
Das Rauchen gehörte bereits bei den Inkas nicht nur zu den Genusserlebnissen, sondern besaß eine wichtige rituelle Bedeutung. Zeitweise wurde in vielen Ländern das Rauchen verboten. Im Dritten Reich rauchten sogar Frauen. Bis dahin war das Rauchen bei Frauen verpönt und galt nur bei Zigeunern als übliche Handlung. Im Laufe der Jahre haben sich die Ansichten über das Rauchen, das Inhalieren von Tabakrauch entscheidend verändert.
Ursachen für das Rauchen
Die Auslöser für das Inhalieren von Nikotin sind verschiedenartig. Im Mittelpunkt stehen zunächst die soziale Integration und die bessere Kontaktfähigkeit zu anderen Rauchern oder Nichtrauchern. Mit dem Rauchen wird häufig eine bessere Geselligkeit verbunden. Kinder, die schon in einem Elternhaus aufgewachsen sind, in dem viel geraucht wurde, gehören zu den sogenannten Risikogruppen. Viele Menschen rauchen dann intensiver, wenn sie mit einem Partner zusammen sind, der ebenfalls gern und viel raucht. Das Rauchen erzeugt einen Effekt der als entspannend, stressabbauend und erholsam dargestellt wird. Dies ist oft dann der Fall, wenn bei regelmäßigen Aktivitäten geraucht wird. Typische Aktivitäten, die mit dem Rauchen verbunden werden, sind der Genuss von Kaffe oder Alkohol. Beim Rauchen können viele Menschen darüber hinaus eine Auszeit erleben. Das Rauchen wird dann forciert, wenn Menschen in ihren privaten oder Arbeitsalltag unter anhaltendem Stress stehen, sich mit dem Rauchen eine Entspannung holen möchten und kurzzeitig Abstand gewinnen wollen. Von Frauen wird angenommen, dass Rauchen den Appetit zügelt und vor einer Gewichtszunahme schützt.
Der Vorgang des Rauchens
Beim Rauchen gelangt durch das Erzeugen eines Sogs das nikotinhaltige Gasgemisch, welches ebenfalls Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und andere Substanzen enthält, in die Atemwege und wird über die in den Lungenalveolen vorhandenen Blutgefäße in den Blutkreislauf überführt. Dies führt zu verschiedenen organspezifischen Reaktionen, die auch psychische Muster und Verhaltensweisen beeinflussen. Das trifft insbesondere auf die Veränderung spezifischer Abläufe im Gehirn zu, die ein Suchtverhalten fördern. Darüber hinaus wird dem Raucher durch die Wirkung des Alkaloids Nikotin eine entspannungsfördernde und stresslösende Wirkung suggeriert.
Beim Rauchen wirkt nicht nur das Nikotin allein. Die Hersteller von Zigaretten verändern die Tabaksubstanz und mischen unterschiedliche Produkte bei, welche das Suchtverhalten fördern und die Zigarette geschmacklich verbessern. Eine ganz besondere Bedeutung besitzen Ammoniumsalze und Menthol. Sie führen zu einer erhöhten Nikotinanreicherung im Blutkreislauf und unterbinden Hustenreize. Zucker und Kakao machen den Zigarettenrauch schmackhafter und gestalten das Inhalieren sehr angenehm und leicht.
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