Nikotinentwöhnung

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Allein in Deutschland gibt es rund 20 Millionen Nikotinsüchtige. Etwa ein Drittel hiervon möchte das Rauchen aufhören. Dies geschieht in der Regel aus gesundheitlichen Gründen und nicht zuletzt aufgrund der stets steigenden Tabaksteuer in Deutschland, die häufig ein tiefes Loch in die Haushaltskasse eines Rauchers reißen kann.

Eine Nikotinentwöhnung kann in manchen Fällen von einem Tag auf den nächsten funktionieren. Manche Menschen entscheiden relativ spontan, das Rauchen aufzugeben. Hierbei handelt es sich aber sicherlich um die große Ausnahme. Generell muss man sich vor Augen führen, dass es sich beim Rauchen einer Zigarette nicht um eine schlechte Angewohnheit oder Unsitte, sondern vielmehr um eine Sucht handelt. Aus diesem Grund ist Nikotinentwöhnung in vielen Fällen nicht einfach.

Für eine möglichst schonende Nikotinentwöhnung ist sicherlich eine schrittweise Reduzierung der Nikotinaufnahme zu empfehlen. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung von Nikotinersatzpräparaten während der ersten Tage der Rauchentwöhnung geschehen. Zur Verfügung stehen dem Einzelnen in diesem Bereich unter anderem Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis. Dem Körper wird über einen bestimmten Zeitraum weiterhin eine gewisse Menge an Nikotin zugeführt, so dass die Entzugserscheinungen in der Regel als erträglich zu bezeichnen sind.

Radikale Nikotinentwöhnung

Eine andere Möglichkeit der Nikotinentwöhnung ist der radikale Rauchstopp. Bei diesem entschließt sich der Raucher von einem Tag auf den nächsten nicht mehr zur Zigarette zu greifen. Die Entzugserscheinungen sind bei dieser Form der Rauchentwöhnung häufig intensiver, aber schnell ausgestanden. Vor allem diese Form des Rauchstopps erfordert jedoch einen starken Willen und eine hohe Motivation des Rauchers, dem Rauchen tatsächlich dauerhaft zu entsagen. 

Da es im Rahmen einer Rauchentwöhnung neben der physischen, also der körperlichen, auch eine starke psychische Abhängigkeit gibt, kann es hilfreich sein, im Rahmen einer Nikotinentwöhnung psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies wird von vielen Krankenkassen in Deutschland finanziell unterstützt. Im Zweifelsfall sollte sich der Einzelne vor Inanspruchnahme einer psychologischen Begleitung im Rahmen einer Rauchentwöhnung über eine Kostenübernahme durch die zuständige Krankenversicherung informieren.
Die Suchtsymptome und Auswirkungen einer Nikotinentwöhnung sind mit denen einer Drogen-und Alkoholentwöhnung zu vergleichen. Diese werden letztlich stets unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Aus diesem Grund sollte sich ein Raucher nicht schämen, im Rahmen einer Nikotinentwöhnung ärztliche oder psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ein Psychologe kann beispielsweise dabei helfen, mit dem Einzelnen verschiedene Strategien einzuüben, die den Griff zur Zigarette, auch in Stresssituationen, vermeiden helfen. Zudem können bisherige Verhaltensmuster, die mit dem Rauchen einer Zigarette in Verbindung standen und stehen, erkannt und durchbrochen werden, was letztlich eine große Hilfe für einen erfolgreichen Rauchstopp sein kann.

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