Nikotin ist ein in den Blättern der Tabakpflanze vorkommendes Alkaloid, das bei einer Aufnahme von mehr als 0,05 g tödlich wirkt. Nikotin, das vor allem beim Rauchen des Genussmittels Tabak in den menschlichen Körper gelangt, wirkt auf das nicht willentlich beeinflussbare vegetative Nervensystem. Es steigert den Herzschlag, fördert die Ausschüttung von Magensaft und regt die Darmtätigkeit an. Außerdem lindert es den Hunger und verengt die Blutgefäße. Die orale Aufnahme von Nikotin kann zur Nikotinvergiftung führen: für Kleinkinder kann bereits der Verzehr einer Zigarette tödlich sein. Bei einer Nikotinvergiftung, die auch durch exzessives Rauchen ausgelöst werden kann, kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindelgefühlen, Schweißausbrüchen und Herzrasen. Behandelt wird sie vor allem durch Magenspülung und Verabreichung von Kreislaufmitteln.
Nikotin ist Hauptwirkstoff des Tabaks (Nicotiana tabacum). Nikotin wirkt auf bestimmte Teile des vegetativen Nervensystems. Es steigert Magensaftsekretion und Darmtätigkeit, erhöht die Herzfrequenz, verengt die Blutgefäße und wirkt unterdrückend auf das Hungergefühl. Es wird als Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Zusammen mit anderen in Tabakrauch enthaltenen Stoffen verursacht es zum Teil ernste Langzeitschäden. Eine durch Rauchen selten ausgelöste Nikotinvergiftung äußerst sich in Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kreislaufkollaps, Muskelzuckungen, Zittern und Schock. Durch die auftretende Atemlähmung kann der Tod eintreten. Die Behandlung erfolgt durch Auslösen von Erbrechen oder durch Magenspülung, ansonsten können nur die auftretenden Symptome behandelt werden.
Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis
Zur Raucherentwöhnung können unter anderem Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis angewendet werden. Das Nikotinpflaster wird auf Oberarm oder Schulter geklebt, beim täglichen Pflasterwechsel muss jedes Mal die Hautstelle gewechselt werden. Als Nebenwirkungen kommen Hauterscheinungen an der Klebestelle wie zum Beispiel Rötungen, Juckreiz oder Ausschlag vor. Außerdem können Kopfschmerzen und grippeähnliche Beschwerden auftreten. Von den Nikotinkaugummis darf nicht mehr als einer pro Stunde gekaut werden (Höchstmenge 16 Stück pro Tag). Ein Kaugummi sollte eine halbe Stunde lang langsam und mit Pausen gekauft werden. Nach einigen Wochen ist die Anzahl der Kaugummis pro Tag allmählich zu reduzieren. Als Nebenwirkungen treten Magenverstimmung und Sodbrennen auf. Bei zu häufiger Verwendung kann es zu Übelkeit, Kopfschmerzen udn Mattigkeit kommen. Während der Verwendung von Nikotinpflastern oder Nikotinkaugummis darf man nicht zusätzlich rauchen. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist ihre Anwendung zu vermeiden. Bei Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen dürfen sie nur nach ärztlicher Erlaubnis eingesetzt werden.
Permalink zu dieser Seite (für Webseiten / Blogs):
Link als BBCode (für Foren / Communities):
Hinweis: wenn Sie einen der obenstehenden Links kopieren und in eine Webseite, ein Blog oder Forum einfügen, helfen Sie aktiv dabei, das Wissen rund um die Gefahren des Rauchens zu verbreiten und Mitmenschen zu schützen. Vielen Dank.
