Das Synonym Nichtraucherschutz hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung und Präsenz im alltäglichen Leben gewonnen. Die in Bezug auf diesen Begriff umgesetzten Maßnahmen stellen wichtige gesellschaftsrelevante Aspekte dar, die das Leben aller Bürger betreffen. Das Ziel des Nichtraucherschutzes ist es, alle Menschen, die zur nichtrauchenden Bevölkerung gehören, vor dem ungewollten Inhalieren von Tabakrauch zu bewahren sowie eine deutliche Abgrenzung zu den Rauchern auch in der praktischen Umsetzung zu realisieren. Nichtraucher werden ebenfalls als Passivraucher bezeichnet, weil sie gegen ihren Willen in öffentlichen Bereichen Nikotin einatmen müssen.
Welche Maßnahmen erfolgen im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutz?
Der Schutz der Nichtraucher oder Passivraucher beinhaltet sowohl theoretische als auch in der Praxis umgesetzte Maßnahmen. Dazu gehört das Nichtraucherschutzgesetz. Zu den zentralen Voraussetzungen gehören die konsequent praktizierten Rauchverbote in öffentlichen Einrichtungen, an Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Nikotinsteuer. Darüber hinaus erfolgen theoretische Maßnahmen, welche darauf abzielen, durch Aufklärung über die süchtig machenden Eigenschaften von Nikotin Menschen aller Altersgruppen vor dem Nikotingenuss zu bewahren.
Warum ist Nichtraucherschutz notwendig?
Wissenschaftliche medizinische Forschungen und Untersuchungen haben gezeigt, dass das Inhalieren von Nikotin und die in einer Rauchware enthaltenen zusätzlichen Substanzen wie Teer und Blausäure zu einer starken Schädigung sowohl der selbst rauchenden als auch der nichtrauchenden Menschen führen. Die letztgenannte Zielgruppe sind Personen, die als Passivraucher bezeichnet werden, weil sie eigentlich ungewollt in Gegenwart von Rauchern Nikotin inhalieren, aber nicht selbst rauchen. Dies betrifft nicht nur Erwachsene, sondern gleichsam Kinder und Jugendliche. Das Passivrauchen erfolgt durch den Sog an der Zigarette, da an der Spitze im Bereich der Glut gesundheitsschädigende Substanzen austreten und sich mit der normalen Atemluft vermischen. Das Risiko von Passivrauchern besteht nicht nur darin, dass sie mit einer ebenso hohen Wahrscheinlichkeit wie ein rauchender Mensch an einer Atemwegs- oder Lungenerkrankung leiden können, sondern ebenfalls ein Suchtverhalten entwickeln. Dies zeigt sich ganz deutlich, wenn Kinder mit rauchenden Eltern zusammenleben.
Eine Zigarette entwickelt zwischen den Inhalationsphasen einen sogenannten Nebenstromrauch. Dieser wird auf Grund seiner Giftstoffe Formaldehyd, Blausäure und Benzol als extrem gesundheitlich belastend eingestuft. Wenn Menschen passiv rauchen, dann erkranken sie mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 20 Prozent an Lungenkrebs. Darüber hinaus entwickeln sich bei Passivrauchern Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, akut auftretend in Form eines Herzinfarktes. Viele Menschen, die am Rauchen keinen Spaß oder Genuss entdecken können, werden in ihrer persönlichen Freiheit insoweit beeinträchtigt, dass sie nicht nur den nikotinhaltigen Rauch inhalieren müssen, sondern sie müssen darüber hinaus verrauchte Atmosphäre ertragen. Sie klagen außerdem, dass in der Gegenwart von Rauchern oder in rauchgeschwängerten Innenräumen die Speisen nicht schmecken, Bekleidungsstücke oder selbst die Haare nach Rauch riechen.
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