Nichtraucher werden

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Um sich das Rauchen abzugewöhnen, gibt es verschiedene Methoden auch mit Hilfe von Hypnose, Psychotherapie und Medikamenten. Krankenkassen bieten Kurse an, deren Kosten erstattet werden können. Wer es allein schaffen möchte, muss auf das Prinzip der Selbstkontrolle setzen.

Ansatzpunkte: physiologische und psychologische Ursachen für die Abhängigkeit

Nikotin erzeugt eine physiologische Abhängigkeit durch Vorgänge im Gehirnstoffwechsel, die das Gehirn des Rauchers sehr schnell konditionieren. Die Nikotinmoleküle docken, begünstigt durch die Art der Zuführung selbst, innerhalb weniger Sekunden an bestimmte Rezeptoren an, die das Belohnungssystem aktivieren und dem Raucher eine elementare Befriedigung verschaffen. Durch keinen anderen physiologischen Vorgang außer durch harte Drogen wird dies so rasch und umfassend erreicht. Entsprechend merken sich die Nervenzellen den Prozess und reagieren, wenn er über einen bestimmten Zeitraum ausbleibt. Die Folgen sind zunächst Unlust, dann Spannungen und körperliche Symptome wie Schweißausbrüche, Herzrasen und Zittern. Dieselben Symptome stellen sich bei Stress ein, weshalb Raucher die Zigarette – irrtümlicherweise – zur Stressbewältigung benutzen. Das Gehirn wird nun zur Vermeidung jener Unlustgefühle Strategien entwickeln, um den Entzug zu verhindern. Der Raucher sorgt für ständige Verfügbarkeit des Genussmittels und ist damit in der Spirale der psychischen Abhängigkeit gefangen.

Die Schritte der Entwöhnung

Ausgehend von diesen Vorgängen findet eine geplante Entwöhnung in Schritten statt, die Physis und Psyche gleichermaßen berücksichtigen. Der erste Schritt ist die Bewusstmachung des Problems und seiner Folgen. Hier hilft umfassende Aufklärung über alle Konsequenzen des Rauchens und Nichtrauchens inklusive der Statistiken, die die signifikante Beeinflussung der Lebenserwartung betreffen. Es gibt jedoch noch mehr Argumente, zum Beispiel die zunehmende Akzeptanz des Nichtrauchens, die Vorbildwirkung, zum Beispiel auf eigene Kinder, und last not least auch finanzielle Motive. Wenn der erste Schritt bewältigt ist, sagt der Raucher, der bislang seine Gewohnheiten noch um kein Jota verändert hat, klipp und klar: Ich möchte nicht mehr rauchen.Der zweite Schritt besteht in einem Plan, der sehr konkrete Schritte vorsieht und diese umgehend umsetzt. Vielfach wird die abrupte Abstinenz empfohlen, aber das ist weder der einzige Weg noch in jedem Fall medizinisch anzuraten, denn der Körper reagiert mit den oben beschriebenen Symptomen auf den Entzug. Eine konkrete Zählung der Zigaretten und die gezielte, konsequent durchgehaltene Reduktion Tag für Tag funktioniert jedoch.

Der dritte Schritt ist die drei- bis vierwöchige Stabilisierung. Diese Phase ist für den jungen Nichtraucher die schwierigste, denn es gibt nun kein Wenn und Aber mehr. Nach etwa vier Wochen ist der Körper entwöhnt und reagiert nicht mehr mit Entzugssymptomen.

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