Nikotinentzug

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Im Allgemeinen äußert sich eine Nikotinsucht – oder auch Nikotinabhängigkeit – durch verschiedene körperliche und seelische Symptome. Diese Symptome sind generell sowohl bei der Aufnahme als auch beim Entzug von Nikotin in Form von zum Teil heftigen physischen und psychischen Reaktionen zu beobachten.

Nikotinaufnahme

Sowohl bei Personen mit Nikotinabhängigkeit als auch bei Menschen, die nur gelegentlich zu einer Zigarette greifen, ruft die Aufnahme von Nikotin verschiedene Symptome im Körper des Menschen hervor. Zum einen regt Nikotin an und zum anderen hemmt es gleichzeitig. Somit wird der Körper durch die Nikotinsucht zugleich gestresst und entspannt. Das Nervengift Nikotin bewirkt, dass das Herz des Rauchers schneller schlägt, der Blutdruck ansteigt, die Durchblutung vermindert wird und die Körpertemperatur absinkt. Wird Nikotin im Körper abgebaut, entsteht Nikotinsäure, bei der es sich um ein Vitamin des Vitamin-B-Komplexes handelt. Dieses Vitamin erweitert die Gefäße und die psychomotorische Leistungsfähigkeit wird über einen kurzen Zeitraum hinweg gestärkt. Unter anderem dies ist der Grund dafür, dass viele Raucher das Rauchen einer Zigarette als entspannend und anregend bezeichnen.

Nikotinentzug bei Nikotinabhängigkeit

Bei einer Nikotinabhängigkeit äußert sich ein Nikotinentzug vor allem durch Symptome, die das vegetative Nervensystem des Menschen betreffen. Reizbarkeit, eine depressive Stimmung oder Nervosität sowie Aggressivität, innere Unruhe, Schlafstörungen, Hungergefühl, Konzentrationsstörungen, Angst und nicht zuletzt ein starkes Verlangen nach Nikotin sind die Folgen eines Nikotinentzugs. In der Regel verschwinden diese Symptome meist nach drei bis vier Wochen nach der letzten Nikotinzufuhr.

Während die physische Abhängigkeit von Nikotin vom Körper somit vergleichsweise schnell kompensiert werden kann, bleibt die psychische Nikotinabhängigkeit häufig länger bestehen. Dies lässt sich auf den Konditionierungs- bzw. Erinnerungseffekt eines Rauchers zurückführen. Die meisten regelmäßigen Raucher zünden sich über viele Jahre hinweg in bestimmten Situationen eine Zigarette an. So gewöhnt sich der Einzelne an, Ärger und Stress mit dem Rauchen zu begegnen, Geselligkeit zu genießen oder sich (vermeintlich) geistig anzuregen. Im Rahmen einer Nikotinsucht ruft eine Entwöhnung von Nikotin in dieser Situation zunächst eine ungewohnte Leere im Inneren des Betroffenen hervor, mit der der Einzelne erst lernen muss, umzugehen.

Auch der Stoffwechsel des Körpers muss sich beim Entzug von Nikotin umstellen. Durch den Verzicht auf das gewohnte Nikotin verarbeitet der Körper Kohlenhydrate und Fette langsamer. Da viele Personen, die einen Rauchstopp hinter sich gebracht haben, in der ersten Zeit die fehlende Zigarette mit Essen und Süßigkeiten ersetzen, kann es in der ersten Zeit des Nikotinentzugs zu einer Gewichtszunahme kommen. Aus diesem Grund sollte im Rahmen einer Rauchentwöhnung besonders auf eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung geachtet werden.

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